Fachberater

Fachberater2017-08-01T14:15:56+00:00

Fachberater THW

Der THW-Fach­be­ra­ter (FaBe) unter­stützt Anforderer/Bedarfsträger auf den ver­schie­de­nen Ebe­nen der Füh­rungs- und Koor­di­nie­rungs­struk­tur. So berät er Ein­satz­lei­ter, -lei­tun­gen und Stä­be über das Spek­trum und Leis­tungs­ver­mö­gen der THW-Ein­hei­ten, deren Füh­rungs­struk­tur und die modu­la­re Zusam­men­stel­lung des THW-Poten­zi­als für den kon­kre­ten Ein­satz­be­darf. Außer­halb von Ein­sät­zen hält er Ver­bin­dung mit Füh­rungs­per­so­nal und -stel­len Drit­ter, unter­stützt die Ein­satz­vor­be­rei­tung und tauscht Erfah­run­gen aus. In vor­be­rei­te­ten, fest defi­nier­ten Füh­rungs­stä­ben/-gre­mi­en soll­te er stän­di­ges Mit­glied sein, auch bei der Aus­bil­dung und Übun­gen mit­wir­ken und im Ein­satz auto­ma­tisch hin­zu­ge­zo­gen wer­den. Die Fach­be­ra­ter des OV Forch­heim kön­nen im Ein­satz­fall über die Inte­grier­te Leit­stel­le Bam­berg-Forch­heim alar­miert wer­den.

Baufachberater

Bau­fach­be­ra­ter bera­ten die Ein­satz­kräf­te und Ein­satz­lei­tun­gen in allen bau­tech­ni­schen Fra­gen.  Bei allen Ein­sät­zen mit geschä­dig­ten Gebäu­den, Brü­cken, Hang­rut­schen und Grä­ben, wie sie z.B. nach Erd­be­ben, Explo­sio­nen, Hoch­was­ser und Beschä­di­gung durch Fahr­zeu­ge vor­kom­men kön­nen, unter­stüt­zen sie den Ein­satz­lei­ter bei sei­nen Ent­schei­dun­gen durch die sta­ti­sche Ein­schät­zung, Ein­schät­zung der Rest­trag­fä­hig­keit, Bera­tung über das tak­ti­sche Vor­ge­hen bei Ortungs-, Ret­tungs- und Abstütz­auf­ga­ben und durch die Erken­nung mög­li­cher Gefähr­dungs­po­ten­tia­le für die Ein­satz­kräf­te. Wei­ter­hin kön­nen sie z.B. die Lage mög­li­cher Ver­schüt­te­ter anhand der Scha­dens­struk­tur ermit­teln. Die Tätig­keit des Bau­fach­be­ra­ters (BFB) ist in der vfdb Richt­li­nie 03–01 “Maß­nah­men der Feu­er­wehr und ande­rer Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen nach Gebäu­de­ein­stür­zen” gere­gelt.

Voraussetzungen:

Bau­fach­be­ra­ter des THW ver­fü­gen eine beruf­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on als Meis­ter, Tech­ni­ker oder Inge­nieur im Bau-Haupt­ge­wer­be, min­des­tens über eine Aus­bil­dung zum Unter­füh­rer, einen Lehr­gang für Bau­fach­be­ra­ter an einer Bun­des­schu­le des THW und über ent­spre­chen­de Zusatz­lehr­gän­ge.

  • Ein­schät­zung der Scha­dens­struk­tu­ren
  • Ein­schät­zung der Rest­trag­fä­hig­keit
  • Bera­tung beim tak­ti­schen Vor­ge­hen bei Ortungs-, Ret­tung- und Abstütz­auf­ga­ben
  • Fest­le­gung von Gefah­ren­be­rei­chen und „No-Go-Are­as“
  • Über­wa­chung der Scha­dens- und Gebäu­de­struk­tu­ren
  • Bera­tung über die Ein­satz­mög­lich­kei­ten von THW-spe­zi­fi­schem Gerät wie ESS (Ein­satz­Stel­len­Si­che­rungs­ge­rät), EGS (Ein­satz­Ge­rüst­Sys­tem) und ASH (Abstütz­Sys­tem­Holz)
  • Bera­tung über die Ein­satz­mög­lich­kei­ten von THW-frem­den Gerät und Maschi­nen
  • Ermitt­lung der tat­säch­li­chen Schnee­last auf Gebäu­den
  • Ermitt­lung der vor­han­de­nen Rest­trag­fä­hig­keit von Dächern
  • Fest­le­gung von hier­auf zu tref­fen­den Maß­nah­men
  • Auf­stel­lung von Räum­kon­zep­ten für Gebäu­de­dä­cher
  • Über­wa­chung der Räum­kon­zep­te und Bera­tung der Ein­satz­lei­tung wäh­rend der Räu­mung

Im THW Forch­heim ste­hen der­zeit drei Bau­fach­be­ra­ter mit der ent­spre­chen­den Aus­stat­tung zur Ver­fü­gung. Im Zusam­men­hang mit den Schnee­mas­sen der letz­ten Jah­re und den damit zusam­men­hän­gen­den Fra­gen und Pro­ble­men hat sich ein wei­te­res Auf­ga­ben­ge­biet für die Bau­fach­be­ra­ter erge­ben. So wer­den THW und Feu­er­wehr immer wie­der zu Gebäu­den geru­fen, bei denen Auf­grund der Schnee­last die Gefahr des Ein­stur­zes besteht. Um hier­bei qua­li­fi­zier­te Aus­sa­gen tref­fen zu kön­nen, sind die Bau­fach­be­ra­ter auch im Bereich der Schnee­last­mes­sung aus­ge­bil­det. Zur Mes­sung der Schnee­last wird direkt vor Ort eine Pro­be ent­nom­men und ver­wo­gen. Eine ein­fa­che Mes­sung mit dem Glie­der­maß­stab ist nicht aus­rei­chend! Wei­ter­hin wird das Trag­werk des Daches und des Gebäu­des in Augen­schein genom­men. Im Anschluss dar­an erfolgt eine EDV-gestütz­te Aus­wer­tung.

Ein­sät­ze zur Mes­sung der Schnee­last sind in der Regel kos­ten­pflich­tig!