Im Tech­ni­schen Hilfs­werk enga­gie­ren sich bun­des­weit etwa 80.000 ehren­amt­li­che Hel­fe­rin­nen und Hel­fer. Bei unter­schied­li­chen Scha­dens­la­gen wie Hoch­was­ser oder Strom­aus­fall kom­men die Frau­en und Män­ner zum Ein­satz. Das THW ist dem Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um unter­stellt, wel­ches die Kräf­te im In- sowie Aus­land vor allem bei der Bekämp­fung von Kata­stro­phen, öffent­li­chen Not­stän­den und Unglücks­fäl­len grö­ße­ren Aus­ma­ßes ein­setzt. Das THW leis­tet auch Amts­hil­fe für Kom­mu­nen, die Poli­zei und ande­re Orga­ni­sa­tio­nen wie die Feu­er­wehr oder den Ret­tungs­dienst.

Der Orts­ver­band Forch­heim ist einer von 668 Orts­ver­bän­den der Bun­des­an­stalt und wur­de 1952 gegrün­det. Die rund 125 ehren­amt­li­chen Hel­fe­rin­nen und Hel­fer bil­den sich in ihrer Frei­zeit fort, um Spe­zia­lis­ten für den Ernst­fall zu wer­den und dort zu hel­fen, wo sie gebraucht wer­den. Dies ist ganz breit­ge­fä­chert und bei uns sogar in bis zu 15 ver­schie­de­nen Grup­pen mög­lich. Dabei ist es egal, in wel­cher Alters­klas­se man sich bewegt: Bereits mit 6 Jah­ren begin­nen die Kleins­ten in der Mini­grup­pe, wäh­rend sich die Jung­ge­blie­be­nen ab 65 Jah­ren in der Alters- und Ehren­grup­pe enga­gie­ren. Für die Tech­nik­freaks gibt es vom Ein­satz unter Was­ser bis hoch in die Luft, vom Trüm­mer­feld bis zur Lage­kar­te vie­le span­nen­de The­men­fel­der zu ent­de­cken. Aber auch wenn man nicht vor­ne dran sein möch­te, stellt der Feld­koch­herd oder die Ver­wal­tungs­ar­beit eine schö­ne Frei­zeit­be­schäf­ti­gung dar.

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Das THW anfor­dern

Die Alar­mie­rung des Tech­ni­schen Hilfs­werks erfolgt über die Inte­grier­te Leit­stel­le unter der Not­ruf­num­mer 112. Aller­dings kön­nen die Helfer*innen der Bun­des­an­stalt nicht direkt aus­rü­cken, son­dern wer­den in der Regel von Kräf­ten der Feu­er­wehr oder dem Kata­stro­phen­schutz ange­for­dert.

Der THW-Fach­be­ra­ter (FaBe) unter­stützt Anforderer/Bedarfsträger auf den ver­schie­de­nen Ebe­nen der Füh­rungs- und Koor­di­nie­rungs­struk­tur. So berät er Ein­satz­lei­ter, ‑lei­tun­gen und Stä­be über das Spek­trum und Leis­tungs­ver­mö­gen der THW-Ein­hei­ten, deren Füh­rungs­struk­tur und die modu­la­re Zusam­men­stel­lung des THW-Poten­zi­als für den kon­kre­ten Ein­satz­be­darf. Außer­halb von Ein­sät­zen hält er Ver­bin­dung mit Füh­rungs­per­so­nal und ‑stel­len Drit­ter, unter­stützt die Ein­satz­vor­be­rei­tung und tauscht Erfah­run­gen aus. In vor­be­rei­te­ten, fest defi­nier­ten Füh­rungs­stä­ben/-gre­mi­en soll­te er stän­di­ges Mit­glied sein, auch bei der Aus­bil­dung und Übun­gen mit­wir­ken und im Ein­satz auto­ma­tisch hin­zu­ge­zo­gen wer­den. Die Fach­be­ra­ter des OV Forch­heim kön­nen im Ein­satz­fall über die Inte­grier­te Leit­stel­le Bam­berg-Forch­heim alar­miert wer­den.

Der Bau­fach­be­ra­ter ver­fügt über eine beruf­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on als Meis­ter, Tech­ni­ker oder Inge­nieur im Bau­ge­wer­be und berät die Ein­satz­kräf­te und Ein­satz­lei­tun­gen in allen bau­tech­ni­schen Fra­gen. Bei Ein­sät­zen mit beschä­dig­ten Gebäu­den, Brü­cken, Hang­rut­schen und Grä­ben, wie sie z.B. nach Erd­be­ben, Explo­sio­nen oder Hoch­was­ser schätzt er im Betracht auf Rest­trag­fä­hig­keit oder das tak­ti­sche Vor­ge­hen der Ein­satz­kräf­te ein. Wei­ter­hin kann er z.B. die Lage mög­li­cher Ver­schüt­te­ter anhand der Scha­dens­struk­tur ermit­teln. Im Zusam­men­hang mit den Schnee­mas­sen der letz­ten Jah­re und den damit zusam­men­hän­gen­den Fra­gen und Pro­ble­men hat sich ein wei­te­res Auf­ga­ben­ge­biet für den Bau­fach­be­ra­ter erge­ben: Zur Mes­sung der Schnee­last auf Gebäu­den wird direkt vor Ort eine Pro­be ent­nom­men und ver­wo­gen. Wei­ter­hin wird das Trag­werk des Daches und des Gebäu­des in Augen­schein genom­men. Im Anschluss dar­an erfolgt eine EDV-gestütz­te Aus­wer­tung.

Der Baufachberater (BauFaBe) im Einsatz nach der Überschwemmung in Simbach am Inn.

Hilfe braucht Unterstützung!

Es vergeht kaum ein Jahr, in dem nicht extreme Wettersituationen zu verzeichnen sind. Ob Sturmböen, Platzregen, Hagel oder Blitzeis – die Folgen für die Bevölkerung können verheerend sein. Auf welche Art und Weise Sie sich im Alter zwischen 6 und 99 Jahren im THW Ortsverband Forchheim aktiv engagieren können, können Sie auf unserer #mitmachen-Seite nachlesen. Sollte es Ihnen aus persönlichen Gründen nicht möglich sein, aktiv zu werden, freut sich auch unsere Helfervereinigung über Ihre Unterstützung als Fördermitglied oder durch eine Spende!

Der Baufachberater (BauFaBe) im Einsatz nach der Überschwemmung in Simbach am Inn.

Kei­ne Angst vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen

Die ver­schie­de­nen Fach­grup­pen des THW sind in allen Regio­nen groß­flä­chig auf­ge­teilt. Soll­te der Orts­ver­band in Ihrer Nähe nicht mit der spe­zi­el­len Fach­grup­pe aus­ge­stat­tet sein (unse­re sind unter Ein­hei­ten zu fin­den), unter­stüt­zen sich die Dienst­stel­len unter­ein­an­der. So kommt bei­spiels­wei­se bei einer Groß­scha­dens­la­ge im Land­kreis Forch­heim auch eine Fach­grup­pe aus dem Orts­ver­band Coburg, um zu hel­fen.

GEFAHRENABWEHR

GEFAHRENABWEHR

Orten, Ret­ten und Ber­gen, Räu­men und Spren­gen, Ret­ten aus Was­ser­ge­fah­ren, Bekämp­fen von Über­flu­tun­gen und Über­schwem­mun­gen, Beleuch­ten von Ein­satz­stel­len

INFRASTRUKTUR

INFRASTRUKTUR

Elek­tro­ver­sor­gung, Trink­was­ser­ver­sor­gung, Abwas­ser­ent­sor­gung, Brü­cken­bau

FÜHRUNG / LOGISTIK

FÜHRUNG / LOGISTIK

Betrieb von Füh­rungs­stel­len, Füh­rungs­un­ter­stüt­zung, Ein­rich­tung tem­po­rä­rer Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­te­me, Logis­tikstütz­punk­te betrei­ben, Ver­pfle­gung von Ein­satz­kräf­ten, Mate­ri­al­erhal­tung, Repa­ra­tur- und War­tungs­ar­bei­ten, Ver­brauchs­gü­ter­trans­port

UMWELTSCHUTZ

UMWELTSCHUTZ

Ölscha­den­be­kämp­fung, Was­ser­ana­ly­se

VERSORGUNG

VERSORGUNG

Strom- und Trink­was­ser­ver­sor­gung, Abwas­ser­ent­sor­gung, Errich­tung und Ein­rich­tung von Not­un­ter­künf­ten und Sam­mel­plät­zen mit ent­spre­chen­der Infra­struk­tur

WEITERES

WEITERES

Tech­ni­sche Hil­fe auf Ver­kehrs­we­gen, Höhen­ret­tung, Tau­chen, Behelfs­mä­ßi­ger Stra­ßen­bau, War­tung von Zivil­schutz-Ein­rich­tun­gen (Not­brun­nen, Schutz­räu­me), Höhen­ret­tung

Ört­li­che Gefah­ren­ab­wehr

Die Ört­li­che Gefah­ren­ab­wehr des THW bedeu­tet die Anpas­sung der bun­des­ein­heit­li­chen Aus­stat­tung an spe­zi­el­le ört­li­che Belan­ge. Weil die Aus­stat­tung des THW genormt ist, kön­nen die Orts­ver­bän­de des THW spe­zi­el­le Son­der­ge­rä­te zusätz­lich vor­hal­ten und zum Ein­satz brin­gen. Die Vor­hal­tung die­ser Son­der­aus­stat­tung liegt dann in der spe­zi­el­len Ver­ant­wor­tung die­ses einen Orts­ver­ban­des. Der Orts­ver­band fällt die Ent­schei­dung über die Vor­hal­tung in Abspra­che mit den ört­li­chen Kata­stro­phen­schutz­be­hör­den. Trotz der ört­li­chen Ent­ste­hung und Ver­wur­ze­lung kann das ÖGA-Mate­ri­al aber über­ört­lich zum Ein­satz ange­for­dert wer­den. Der Orts­ver­band Forch­heim hält die nach­fol­gend beschrie­ben Kom­po­nen­ten vor, wel­che in Zusam­men­ar­beit mit dem Land­rats­amt Forch­heim ent­stan­den sind.

  • 400 kVA-Strom­ag­gre­gat
  • Licht­gi­raf­fe
  • Sand­sack­füll­ma­schi­ne
  • Ölsper­re
  • Hoch­leis­tungs­pum­pe zur
    Lösch­was­ser­för­de­rung
  • Power­moon-Satz
  • Arbeits­boot
  • Anhän­ger mit Kapa­zi­tät
    für 5.000 l Trink­was­ser