Pfei­ler für die Gesellschaft

Bei herr­lichs­tem Son­nen­schein öff­ne­te das THW Forch­heim am 9. Sep­tem­ber sei­ne Türen und Tore. Ganz neue Tore in einem neu­en Gebäu­de mit neu­en Gerä­ten dar­in waren der Anlass für den 2. Blau­licht­got­tes­dienst im Kreis Forch­heim. Gestal­tet und durch­ge­führt von einem Team der Not­fall­seel­sor­ge unter Lei­tung von Pfar­rer Axel Bert­hold erhiel­ten das Gebäu­de und neue Gerät­schaf­ten den kirch­li­chen Segen. Neu sta­tio­niert im OV Forch­heim sind ein 400 kVA Not­strom­ag­gre­gat, eine Krei­sel­pum­pe (bei­de Kata­stro­phen­schutz des Land­krei­ses Forch­heim), ein Mann­schafts­last­wa­gen (Fach­grup­pe Wasserschaden/Pumpen) und ein Rasen­trak­tor mit Zube­hör (Orts­ver­band).

Orts­be­auf­trag­ter Chris­ti­an Wilf­ling dank­te zu aller­erst den Hel­fern, die in über 2400 Stun­den neben dem nor­ma­len Aus­bil­dungs­be­trieb, Ein­sät­zen und sons­ti­gen Diens­ten die Hal­le errich­tet haben. Dies gelang auch durch die Unter­stüt­zung zahl­rei­cher Fir­men in der Regi­on, die Bau­ma­te­ri­al, Maschi­nen und Fach­ar­bei­ter zur Ver­fü­gung gestellt haben. 

In sei­nem Gruß­wort ging Land­rat Dr. Her­mann Ulm auf die Bedeu­tung des Ehren­amts und ins­be­son­de­re der Hel­fer des THW für den Land­kreis Forch­heim ein. Er bezeich­ne­te die­se als Pfei­ler der Gesell­schaft. Auch MdB Tho­mas Sil­ber­horn beglück­wünsch­te den Orts­ver­band zu der geleis­te­ten Arbeit. 

Beim anschlie­ßen­den Tag der offe­nen Tür hat­ten die Besu­cher die Mög­lich­keit, sich einen Über­blick über die Arbeit der Ehren­amt­li­chen zu ver­schaf­fen. Gleich am Ein­gang konn­te im Infopa­vil­li­on auf dem erst­mals errich­te­ten THW-Beach das Glücks­rad gedreht wer­den. Der Sand zog sogleich auch die kleins­ten Besu­cher an und es wur­de eif­rig geschau­felt und geformt.

Die Ber­gungs­grup­pen zeig­ten Schnitt­vor­füh­run­gen mit Ret­tungs­sä­ge und Trenn­schlei­fer durch Holz und Tra­pez­blech und das Ein­satz­ge­rüst­sys­tem in Akti­on, den Ber­gungs­tau­chern konn­te man beim „Live-Dive“ in einem extra vom Orts­ver­band Och­sen­furt gelie­he­nen Tauch­con­tai­ner bei der Arbeit unter Was­ser zuse­hen. Nicht unter Was­ser, dafür aber auf dem Main-Donau-Kanal war die Boots­tour mit der Fach­grup­pe Was­ser­ge­fah­ren eine will­kom­me­ne Abküh­lung bei som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren. 

Die aus eige­nen Mit­teln der Hel­fer­ver­ei­ni­gung finan­zier­te Tauch­pum­pe, die 5000 Liter pro Minu­te för­dert und damit 25 Bade­wan­nen in Rekord­zeit füllt, zeig­te die Fach­grup­pe Wasserschaden/Pumpen. Hier konn­te man sich auch die zuvor geseg­ne­te Krei­sel­pum­pe der Fir­ma PBP Pum­pen­bau anse­hen, die auf einer Stre­cke von 500 Metern bis zu 2600 Liter pro Minu­te bei einem Höhen­un­ter­schied von 50 Metern för­dert und vom Land­kreis für den Kata­stro­phen­schutz beschafft wurde.

Gleich vier Mal knall­te es laut, als die Fach­grup­pe Spren­gen einen klei­nen Teil ihrer Mög­lich­kei­ten für die rea­lis­ti­sche Scha­dens­dar­stel­lung demons­trier­te und Gas­fla­schen und Plas­tik­ton­nen durch die Luft flie­gen ließen.

Die Jugend­grup­pe sorg­te für die nöti­ge Unter­hal­tung der klei­nen und Gro­ßen durch einen Par­cours für fern­ge­steu­er­te Autos, eine Foto­box und Geschick­lich­keits­spie­le. 

Da bei so vie­len Aktio­nen irgend­wann der Hun­ger auf­kommt sorg­te die Fach­grup­pe Logis­tik-Ver­pfle­gung, sowie die Alters- und Ehren­grup­pe selbst­ver­ständ­lich für Speis und Trank. Die Hel­fer­ver­ei­ni­gung hat­te ein reich­hal­ti­ges Kuchen­buf­fet für den klei­nen Hun­ger zwi­schen­durch oder zur Tas­se Kaf­fee aufgebaut.

Über­wäl­tigt waren die Hel­fer des Orts­ver­ban­des vom regen Inter­es­se der Bevöl­ke­rung. Sogar die Geträn­ke­vor­rä­te gin­gen irgend­wann zunei­ge und es waren nicht mehr alle Geträn­ke zu haben, das Kuchen­buf­fet wur­de eben­falls kom­plett ver­nich­tet. Vie­len Dank allen Besu­chern, wir hof­fen auf ein Wie­der­se­hen im Jahr 2020 beim nächs­ten „Tag der offe­nen Tür“.