Sams­tag, 28. Juli 2018, 4:00 Uhr mor­gens. 18 Jugend­li­che und 3 Betreu­er aus Forch­heim tra­fen sich, um dem Ruf der THW Lan­des­ju­gend Bay­ern zu fol­gen: „Kommt alle nach Weil­heim in Ober­bay­ern, wir wol­len gemein­sam unser Lan­des­ju­gend­la­ger 2018 abhal­ten!“ Nach 260 km und einer Früh­stücks­pau­se erreich­ten wir unser Ziel, die Stadt­hal­le in Weil­heim. Nach kur­zer Anmel­dung beka­men wir unse­ren Zelt­platz zuge­wie­sen und began­nen gleich mit dem Auf­bau unse­rer Resi­denz für die nächs­ten Tage. Im Anschluss wur­de das Lager­ge­län­de und die nahe­ge­le­ge­ne Innen­stadt erkun­det und der ein oder ande­re Ein­kauf getä­tigt. Am Begrü­ßungs­abend herrsch­te in der Hoch­land­hal­le dann eine gran­dio­se Stim­mung, nicht zuletzt wegen der Stadt­ka­pel­le Weil­heim, die ein paar Stü­cke zum Bes­ten gab. Es war phä­no­me­nal!

Der Sonn­tag stand ganz im Zei­chen des Lan­des­ju­gend­wett­kamp­fes der THW Jugend Bay­ern. Hier stan­den sich die 7 Bezirks­sie­ger gegen­über, um zu ermit­teln, wer Bay­ern beim Bun­des­ju­gend­wett­kampf 2019 in Rudol­stadt ver­tre­ten darf. Lan­des­sie­ger wur­de die Grup­pe aus Obern­burg. Nach dem Wett­kampf erkun­de­ten wir den Kies­strand der Ammer, einem kla­ren Gebirgs­fluss der neben dem  Lager­ge­län­de ver­lief. Welch eine her­vor­ra­gen­de Erfri­schung. 

Ein Besuch des Starn­ber­ger Sees stand für den Mon­tag auf dem Plan. Gesagt – getan. So mach­ten wir uns auf den Weg nach Tutz­ing ins Süd­bad, einem klei­nen aber fei­nen See­bad. Hier ver­brach­ten wir den Tag mit Son­nen­ba­den, plan­schen und schwim­men im See und ent­span­nen im wei­chen Gras. Ein Lager­feu­er mit Live­mu­sik run­de­te dann den Tag noch ab.

Auf nach Gar­misch-Par­ten­kir­chen, zum höchs­ten Punkt Deutsch­lands!“ hieß es am Diens­tag­mor­gen. Nach einem guten Früh­stück bestie­gen wir unse­re Fahr­zeu­ge und mach­ten uns auf dem Weg zum Eib­see, dem Start­punkt unse­rer Erkun­dungs­tour zur Zug­spit­ze. Mit der Zahn­rad­bahn ging es in 45 Minu­ten zum Zug­spitz­platt. Von hier aus war es nur noch ein Kat­zen­sprung mit der Seil­bahn, um den 2964m hohen Gip­fel zu errei­chen. Nach ein paar gemüt­li­chen Stun­den mit Mit­tag­essen und Aus­sicht genie­ßen fuh­ren wir mit der neu­en Zug­spitz­seil­bahn wie­der ins Tal. Ein tech­ni­sches Meis­ter­werk mit nur einer Stüt­ze und das Gan­ze in nur sie­ben Minu­ten. Am Abend lief dann „The Jung­le Book“ im Lager­ki­no, die­ser Film wur­de von den Jugend­li­chen aus­er­ko­ren. 

Die Jagd nach Mis­ter X“ lau­te­te am Mitt­woch das The­ma unse­res Work­shops. Die Jugend­li­chen teil­ten sich hier in meh­re­re Grup­pen auf. „Bewaff­net“ mit Kar­ten­ma­te­ri­al von Weil­heim und einem Funk­ge­rät muss­te ein zunächst unbe­kann­ter Mis­ter X ver­folgt und gestellt wer­den. Von Zeit zu Zeit wur­de der Stand­ort und Details zu die­ser Per­son bekannt. Die Jagd gestal­te­te sich aber rela­tiv schwie­rig, was auch an der Hit­ze lag. Nach meh­re­ren Stun­den konn­te Mis­ter X dann aber doch gefasst wer­den. Die­ser Work­shop wur­de vom Jugend-Rot-Kreuz ver­an­stal­tet, dan­ke noch­mal dafür! Zu spä­te­rer Stun­de war dann der Bun­te Abend ange­setzt, lei­der wur­de die­ser durch zwei auf­zie­hen­de Gewit­ter­zel­len unter­bro­chen. Als Vor­sichts­maß­nah­me wur­de das Lager­ge­län­de eva­ku­iert und wir ver­brach­ten den rest­li­chen Abend in der Stadt­hal­le. Gott sei Dank blie­ben wir aber von Schä­den ver­schont. Hier noch­mal ein gro­ßes Lob an unse­re Jugend­li­chen, dass alles so per­fekt geklappt hat!

Ganz schön ner­vös waren eini­ge Jugend­li­che am Don­ners­tag früh. Der Grund konn­te schnell aus­fin­dig gemacht wer­den: Die anste­hen­de Leis­tungs­prü­fung für das Abzei­chen in Bron­ze. Den gan­zen Mor­gen wur­de noch flei­ßig geübt, und es zahl­te sich aus! Alle vier Anwärter/innen bestan­den die Prü­fung, zwei sogar mit 100%, und durf­ten am Abend sicht­lich stolz das Abzei­chen ent­ge­gen neh­men. Der Rest der Grup­pe blieb im Lager, um einen Lager­dienst abzu­leis­ten. Die­se Diens­te wer­den bei der Anmel­dung aus­ge­lost und hel­fen das Lager­le­ben zu erleich­tern und alles sau­ber zu hal­ten. Nach­dem dies erle­digt war, ver­brach­ten wir den rest­li­chen Nach­mit­tag bis zum Ein­tref­fen der Prüf­lin­ge beim Baden an der Ammer.

Am Frei­tag soll­te noch­mal ein biss­chen Action kei­ne Lan­ge­wei­le auf­kom­men las­sen. Wir bestie­gen wie­der unse­re Fahr­zeu­ge und als Ziel war der Alpi­ne Coas­ter, eine Som­mer­ro­del­bahn, in Ober­am­mer­gau gewählt wor­den. Hier fuh­ren wir mit einer Ses­sel­bahn auf über 1200m Höhe, um anschlie­ßend mit bis zu 40km/h den Berg wie­der hin­un­ter zu rasen. Ein gro­ßer Spaß für alle Teil­neh­mer! Danach besuch­ten wir noch den Wel­len­Berg, ein Frei­zeit­bad in Ober­am­mer­gau mit Rut­schen, Sprung­turm, sowie ver­schie­de­nen Innen- und Außen­be­cken. Auch hier genos­sen wir den Nach­mit­tag mit schwim­men, spie­len und fau­len­zen. Dass es aber dem Ende des Lagers ent­ge­gen ging merk­te man spä­tes­tens am Abend. Ver­ab­schie­dung / Ehrung war das The­ma in der Hoch­land­hal­le. Hier wur­de ein ver­dien­ter Hel­fer für sei­ne Arbeit in der THW-Jugend und vor allem um das Zelt­la­ger mit der Ehren­na­del in Gold der THW-Jugend Bay­ern geehrt und den ein­zel­nen AK-Mit­ar­bei­tern (hier­von waren auch drei aus dem Orts­ver­band Forch­heim) für ihre her­vor­ra­gen­de Arbeit gedankt. 

Sams­tag – Auf­bruch­stim­mung. Nach dem Früh­stück muss­te unser Heim der letz­ten Tage wie­der abge­baut wer­den, hier pack­ten alle mit an und so konn­ten wir gegen 11:00 Uhr „Tschüss Weil­heim, dan­ke!“ sagen. Nach der ein oder ande­ren Navi-ver­schul­de­ten Irr­fahrt erreich­ten wir gegen 16:00 Uhr wie­der den hei­mi­schen Orts­ver­band und konn­ten noch die Fahr­zeu­ge abla­den und auf­räu­men.

An die­ser Stel­le möch­ten wir Betreu­er uns noch­mal bei unse­ren Jugend­li­chen und den Ver­ant­wort­li­chen des Zelt­la­gers bedan­ken, es war ein tol­les Zelt­la­ger mit Euch! Wir sehen uns dann 2019 beim Bun­des­ju­gend­la­ger in Rudol­stadt!